Samstag, 28. Januar 2017

Sonne am 28.1.2017

Nach einer gefühlten Ewigkeit, genau waren es 12 (!) Ausfalltage, konnte ich endlich wieder mal die Sonne beobachten. Dabei war zwischendurch das Wetter oftmals für eine Beobachtung gute geeignet, doch da ich erst nach Sonnenuntergang zu Hause war, konnte ich davon nichts nutzen. Oder es war bedeckt, wie am letzten Wochenende.

Über einen Monat nach der Wintersonnenwende geht die Sonne nun ein wenig weiter nördlich auf und steht jetzt nicht mehr gleich hinter Bäumen, sondern geht direkt hinter den Dächern des Nachbarhauses auf, was sich allerdings negativ auf das Seeing auswirkt. So war denn auch der Sonnenranh heute morgen sehr zappelig, während die Oberfläche relativ kontrastreich erschien. Das begünstigte nicht nur die Sichtbarkeit der wenigen Fackelfelder, sondern ließ auch die beiden einzigen noch verbliebenen Fleckengruppen klar erkennen. Weit im Westen stand die AR 12628 als H1, östlich des Sonnenmeridians die AR 12629 als D8, wobei die Penumbra im p-Teil zwei klar voneinenander getrennte Umbren aufwies. Beide Gruppen waren auf der Nordhalbkugel der Sonne zu sehen.

Im H-alpha-Licht war es anfangs schwierig, überhaupt etwas zu sehen. Zu heftig war die Bewegung m Sonnenrand. So erkannte ich erst nach und nach alle 7 Protuberanzen, die oft nur sehr schwer mit dem Hintergrund kontrastierten. Besonders interessant war eine im Südwesten, die aussah, wie eine sprudelnde Quelle. Recht kontrastarm waren auch die 4 Flaregebiete und die 8 oft nur leicht strich- oder punktförmigen Filamente. Sie waren wirr und regellos über die Oberfläche verteilt. Gerade die schwächlichen und kontrastarmen Erscheinungen auf der Oberfläche und die nur noch mickrigen Protuberanzen sind ein untrügliches Zeichen für den zu Ende gehenden Zyklus. Aber vielleicht kommt da ja doch noch mal was Anständiges um den Sonnenrand herum.


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