Sonntag, 29. Januar 2017

Sonne am 29.1.2017

Die Wetteraussichten für den heutigen Tag ließen keine Hoffnung auf eine Sonnenbeobachtung aufkommen, denn es sollte entweder bedeckt sein oder den ganzen Tag über regnen. Zum Glück kam es etwas anders, denn mitten über der Stadt war eine kleine Wolkenlücke entstanden, in der es zwar keinen blauen Himmel gab, die Wolkenschichten jedoch so dünn wurden, dass die Sonne gerade so eben durchkam. Das Seeing war nicht so schlecht wie gestern und ich hatte noch ausreichend Zeit, zu gucken, bis die Sonne hinter der Kante meines Wohnblicks verschwinden würde

Viel hatte sich gegenüber der gestrigen Beobachtung nicht verändert. Die AR 12628 als H1 war durch die Sonnenrotation weiter nach Westen gerückt und stand nun mitten in dem einzig großen Fackelgebiet, dass auf der Sonne zu finden war. Genau auf dem Sonnenmeridian stand nun die AR 12629 als C6. Sie hatte nicht nur kleine Flecken verloren, die Penumbra im f-Teil existierte auch nicht mehr. Ein kleines Fackelfeld fand ich dann noch am Ostrand.

Im H-alpha-Licht war das Bild anfangs sehr dunkel, weil die Bewölkung noch zu dicht war. Nur kurzfristig war die Sicht ein wenig besser. Optimal waren die Bedingungen sicher nicht, ich konnte daher froh sein, überhaupt etwas zu sehen. Dazu zählten am Rand 5 Protuberanzen, die kaum einen Kontrast gegenüber dem Himmelshintergrund aufwiesen. Ebenso schwach und schwer zu erkennen waren 3 Flaregebiete und 8 Filamente auf der Oberfläche. Deren Zahl war somit auch mehr geraten als wirklich gezählt.

So schnell, wie die Chance zur Beobachtung kam, war sie auch wieder vorbei, denn bereits während des Schreibens dieses Blogbeitrages schloss sich das kleine Wolkenloch – es war nach Satellitenbildern eher ein schmaler, aber langer Streifen – und der Himmel war trüb und grau wie zuvor.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen