Freitag, 24. Februar 2017

Sonne am 24.2.2017

Eine lange Durststrecke liegt hinter mir, denn nach der letzten kurzen und daher nicht verbloggten letzten Sonnenbeobachtung vom 12.d.M., dauerte es bis heute, dass ich überhaupt wieder ans Beobachten denken konnte. Zu verdanken ist es einem fiesen, aber im Abklingen begriffenen Magen-Darm-Virus, weswegen ich heute zu Hause sein konnte, denn nach wie vor geht die Sonne zu weit südlich unter, um genügenden Abstand zum nervigen Hochhaus gegenüber zu bekommen.

Die Beobachtung fand unter fast widrigen Umständen statt, denn Oberflächendetails waren nur in kurzen Momenten ruhiger Luft wirklich zu sehen, der Rand aber wurde überwiegend scharf abgebildet. Momentan – nach 11 weiteren Ausfalltagen hatte sich das »Sonnenbild« naturgemäß vollkommen verändert. Mit der aktuellen AR 12638 konnte ich nur eine H-Gruppe mit auffälliger Penumbra und zwei kleinen Flecken in ihrem Umfeld erkennen, sodass ich sie als H3 klassifizierte. Fackelfelder waren ob des Seeings keine zu sehen.

Überraschend dann die Beobachtung im H-alpha-Licht: Eine große, aufsteigende Protuberanz fiel mir sofort im Nordwesten auf, die sehr filigran gezeichnet und die größte der letzten Monate war, die ich beobachten konnte. Insgesamt kam ich auf 7 Protuberanzen am Rand – ein netter Bogen stand noch im Nordosten, der Rest war klein und mickrig – sowie 3 Flaregebiete und 8 stummelartige Filamente. Die heutige Aktivität bestätigte wieder einmal die alte Weisheit, dass es es hier im Gegensatz zu manchen Tagen im Weißlicht fast immer etwas spannendes zu sehen gibt.

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