Freitag, 10. März 2017

Sonne am 10.3.2017

Mehrmals angekündigt und dann doch nicht gekommen: der Sonnenschein über Hamburg, doch nach 4 weiteren wolkenverhangenen Tagen schien heute endlich mal wieder die Sonne und ich konnte auch – wider Erwarten – etwas früher Feierabend machen. Also ging es schnell nach Hause und ich baute meinen kleinen 80/400er-Refraktor auf der Fensterbank auf und da war er auch schon, der erste Murph. Ein Windstoß weht das gerade zurecht gelegte Stück Papier nach draußen in die Bäume und der Bleistift fiel herunter. Neues Blatt genommen, Papier aufgehoben und schon waren wieder Wolken da. Ganz klar ein abgekartertes Spiel.

Doch die Quälgeister zogen schnell weg und gaben die Sonne frei, doch außer einem heftigen in Bewegung befindlichen Sonnenrand und einer still vor sich hin blubbernden Oberfläche war nichts zu sehen. Es stellte sich heraus, dass die Sonne nicht nur ohne Flecken, sondern auch ohne Fackelfelder war. Also wechselte ich schnell ins H-alpha-Licht.

Hier zeigte sich vor allen der Rand sehr aktiv: 7 Protuberanzen mit unterschiedlichsten Formen und Ausprägungen waren zu sehen: eine kleine Pyramide, zwei Spritzer, ein über dem Ostrand schwebendes Wölkchen und ein paar weniger gut definierbare Erscheinungen traten dem Auge des Betrachters entgegen. Die Oberfläche war dann das genaue Gegenteil: kein in meinem kleinen Teleskop sichtbares Flaregebiet und nur 4 zaghafte Andeutungen von Filamenten. Insgesamt also eine sehr ruhige Sonne und: endlich mal wieder beobachtet!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen