Sonntag, 12. März 2017

Sonne am 11. und 12.3.2017

Die letzten beiden Tagen waren im Norden geprägt von einem syphigen Himmel, während im Rest des Landes der Himmel weitgehend frei von Wolken war. Und so ähnelten sich der gestrige und der heutige Tag sehr bei der Beobachtung. Nur zeitweise war der Himmel für wenige Augenblicke etwas weniger verschleimt und man konnte eine fleckenlose Sonne beobachten.

Gestern konnte ich vor der Abfahrt zum Norddeutschen Astrofotografentreffen nach Hildesheim noch kurz beobachten. Später gab es dort einen wolkenlosen Himmel … Das Seeing war an beiden Tagen schlecht, die Ruhe lag jeweils bei 4, die Schärfe bei 3 und 4 nach der Kiepenheuer-Skala.

Die niedrige Aktivität der Sonne zog dieses Mal auch eine extrem niedrige Zahl an Erscheinungen im H-alpha-Licht nach sich. Gestern kam ich auf 5 Protuberanzen am Rand, wobei die größten Formationen am Westrand zu sehen waren: ein schöner Bogen und ein pyramidenförmiger Spritzer, während eine kleinere Ausgabe davon am Ostrand stand. Zwei kleine Erhebungen, die kaum über den Rand zu schauen vermochten, rundesten das schwache Bild ab. Auf der Oberfläche gab es keine Flaregebiete mehr und nur noch 3 verkümmerte Filamente.

Heute war dies nicht wesentlich anders. An der Stelle der Bogenprotuberanz am Westrand stand nunmehr eine Rampe, aus der Pyramide war ein kleiner Bogen geworden und weiter südlich befand sich ein neuer »Spritzer«. Am Ostrand war aus dem dortigen »Spritzer« eine Büschelportuberanz geworden. Leider war die Wolkenlücke so kurz, dass zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Blogbeitrags der Himmel wieder nur weiß und ohne große Konturen war.

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