Samstag, 18. März 2017

Sonne am 17.3.2017

Die heutige Beobachtung war eine sehr windige Angelegenheit - im wahrsten Sinne des Wortes – und Murphy durfte sich mal so richtig austoben. Doch der Reihe nach. Als ich eine größere Wolkenlücke sah, baute ich meinen kleinen Refraktor auf der Fensterbank auf und justierte ihn ein. Als ich mit der Beobachtung beginnen wollte, drehte sich plötzlich der Herschelkeil und warf das Okular nach unten aus. Bei Aufheben schlug das Fenster fast zu, ich stieß mir den Kopf und musste gleichzeitig das Teleskop festhalten, das aus dem Fenster zu fallen drohte. Doch dem nicht genug.

Alles wieder aufgestellt und die Wolkenlücke war weg. Als nächstes flog wieder ein Zettel raus und nahm den daneben liegenden Bleistift mit. Gleichzeitig rutschte meine Brille von der Fensterbank und beim Zupacken wurde einer der Bügel leicht verbogen. Also darf ich heute noch zum Optiker rennen, da ich morgen mit dem Auto fahren muss. Inzwischen zog die nächsten Wolkenlücke ungenutzt vorüber und der Wind wehte in meiner Wohnung eine Lampe vom Nachttisch, dabei ging die Energiesparlampe zu Bruch und ich musste das weiße Pulver erst mal aufsaugen. Dann endlich wurde es etwas windstiller, bis zur nächsten Wolkenlücke und wieder fegte der Sturm ein Blatt Papier in die Bäume. Murphy at it´s best.

Irgendwanne rwischte ich dann doch eine Wolkenlücke und sah im Weißlicht wieder eine fleckenfreie Sonne, aber immerhin zwei Fackelgebiete, je eines am Ost- und am Westrand.

Die Beobachtung im H-alpha-Licht war angesichts des nun schlechter werdenden Seeing – dafür ließ der Wind ein wenig nach – gelinde gesagt, schwierig. 6 Protuberanzen – fünf am West-, eine am Ostrand – 5 kleine Filamente und weiter nicht ein einziges Flaregebiet waren das Ergebnis, das nur durch das Inkaufnehmen kleinerer Sachschäden zustande kam ...

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