Dienstag, 28. März 2017

Sonne am 28.3.2017

Der aktuelle Aktivitätsschub hält offenbar an. Nachdem ich gestern im ersten Anlauf die neue AR 12645 noch übersehen und später dann als A3 klassifiziert hatte, war diese heute als D 6 eindeutig zu sehen und hatte eine enorme Wandlung hinter sich gebracht. Diese rasche Entwicklung neuer Fleckengruppen konnte in der letzten Zeit häufiger beobachtet werden und meist brachen sie kurze Zeit später völlig zusammen. Stabiler erscheint auf jeden Fall die AR 12644, die ich auch heute der Waldmeierklasse D zuordnete undin der ich 14 Flecken zählen konnte. Gestern war noch von einem anderen Sonnenbeobachter eine Länge von 90.000 km ermittelt worden, man darf gespannt sein, welche Ausdehnung sie heute hat und ob sie schon die Grenze zur Klasse E überschritten hat. Kaum der Rede wert war dagegen die AR 12646, die, gestern noch als J1 klassifiziert werden konnte, heute nur noch eine schwach erscheinende A1 in einem Fackelfeld am Westrand war und leicht übersehen werden könnte.

Im H-alpha-Licht war ebenfalls eine deutliche Zunahme der Aktivitätserscheinungen zu registrieren. Am Rand zählte ich 9 Protuberanzen, die gerade am Ostrand recht groß und wirr strukturiert erschienen. Im Südosten war auch eine zu finden, die hier direkt in ein Filament überging, zuletzt hatte ich das im Sommer vergangenen Jahres gesehen. Mit drei Flaregebieten – eines war gerade aktiv - und 12 (!) Filamenten war auch die Oberfläche sehr aktiv. Allerdings gab es nur vier Exemplare, die sich über mehrere heliographische Grade erstreckten, die übrigen waren sehr lokal begrenzt und als mehr oder weniger dick verschmierte Punkte zu sehen. Bleibt zu hoffen, dass uns die gegenwärtige Aktivität noch ein wenig erhalten bleibt, die letzten Wochen gaben schon mal einen Vorgeschmack auf das kommende und warscheinlich sehr tiefe Minimum um 2019/2020 herum.

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