Freitag, 3. März 2017

Sonne am 3.3.2017

Wieder gingen 6 Tage ins Land, an denen ich teilweise trotz besten Wetter wieder nicht beobachten konnte, weil ich entweder zu spät Feierabend hatte oder die Sonne nur für 10 Minuten von Wolken bedeckt war: genau in dem Zeitfenster als sie zwischen Hochhaus und Tanne stand. Vorher und nachher war der Himmel wieder wolkenfrei. Nicht so heute. Ich konnte endlich mal früher Feierabend machen und dann bequem die Sonne beobachten, allerdings bei sehr schlechtem Seeing (Ruhe und Schärfe jeweils 4!).

Der erste Blick ins Weißlicht war enttäuschen, wegen zunehmender Schleierbewölkung sah ich zunächst gar nichts. Nicht mal die AR 12638 als J1 am Sonnenrand. Mein Beobachtungsauge fand nichts mit ausreichendem Kontrast, um sich daran festzuhaken. Erst als ich systematisch den Sonnenrand absuchte, fand ich die Gruppe dann plötzlich und die an sich schwache AR 12640 ging mir als A1 denn auch gleich ins Netz. Schwieriger war es mit den übrigen zwei Gruppen. Auch hier musste ich mich schon stark konzentrieren, um sie in dem Syph überhaupt wahrzunehmen. Dann klassifizierte ich die AR 12642 als B6 und die 12641 als B9. In einem Fackelfeld am Ostrand entdeckte ich durch puren Zufall noch eine A1, noch ohne NOAA-Nummer.

Noch schlimmer als im Weißlicht war die Beobachtung im H-alpha-Licht: der Kontrast der Aktivitätsgebiete war hier noch geringer. Zwar erkannte ich am Rand 6 kleine Protuberanzen, doch schon bei den Flaregebieten scheiterte ich fast. Sie sind zwar heller als die umgebende Sonnenoberfläche, dennoch war ihr Kontrast so gering, dass ich kaum etwas sehen konnte. Schließlich zählte ich 3 Flaregebiete und nur 2 kleine Filamentstummel nah am Westrand. Leider wieder eine Beobachtung unter suboptimalen Bedingungen, als Hauptsache, es konnte überhaupt mal wieder beobachtet werden, was in diesem Frühjahr ja eine ausgesprochene Rarität darstellt.


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