Sonntag, 5. März 2017

Sonne am 5.3.2017

Nachdem der Tag mit heftigen Regengüssen begann, die mich kurz nach 6 Uhr weckten rechnete ich nicht ernsthaft mit einer Beobachtung am Vormittag. Die Wettervorhersage verschob den für den Morgen angekündigten Sonnenschein immer mehr in den Nachmittag und angesichts der Murphys der letzten Zeit hatte ich die heutige Beobachtung eigentlich schon abgeschrieben. Erstaunlicherweise kam es aber anders. Kurz nach 11 Uhr MEZ zeigten sich erste zaghafte Lücken und eine Stunde später riss die Bewölkung dann stellenweise völlig auf und das sogar in Richtung Sonne.

Das Seeing war besser als gestern, wenn auch nicht gerade umwerfend, woran die rasch durchziehenden Wolken einen nicht unerheblichen Anteil hatten. Diese störten die Konzentration auf die Oberfläche im Weißlicht ganz erheblich, doch am Ende der Beobachtung war ich mir sicher, dass die Sonne heute fleckenfrei war. Selbst die kleine B-Gruppe, die gestern noch in kurzen Momenten ganz schwach durchkam, war unter den besseren Bedingungen heute nicht mehr zu finden.

Im H-alpha-Licht war die Sicht ebenfalls erheblich besser und so konnte ich – vorwiegend am Ostrand – insgesamt 6 Protuberanzen sehen. Auf der Oberfläche waren es 2 schwache Flaregebiete und 5 stummelige Filamente, die einer Kette gleich hoch im Norden zu finden waren und dort eine Art Polkalotte bildeten. Man musste allerdings schon sehr genau hinschauen, um sie auch wirklich und wahrhaftig zu sehen.

Glaubt man der Wettervorhersage, war dies wohl die letzte Beobachtung vor der Monatsmitte, denn den nächsten Sonnenschein soll es danach erst wieder ab dem 15. geben, was zum schlechtesten Frühjahr seit 2001 passen würde, wo ich im Februar keine einzige Beobachtung zustande bekommen hatte.

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