Freitag, 14. April 2017

Sonne am 14.4.2017

Der Tag begann in Teilen sehr sonnig, doch zogen immer wieder mehr oder weniger dichte Wolkenfelder mit relativ hoher Geschwindigkeit dahin, die sich nervig-störend auf die Beobachtung auswirkten und die auch für das zeitweise ziemlich schlechte Seeing verantwortlich waren. Die Sonne zeigte bisweilen einen sehr zackigen Rand und auch die Oberfläche blubberte in manchen Augenblicken wie ein Kochtopf mit heißem Wasser. Dennoch gab es zwischendurch, vor allem wenn die wolkenfreien Phasen größer waren, auch ruhige Momente, in denen man fast ungestört beobachten konnte. Und die Beobachtung fand wieder auf dem Dachboden statt und natürlich noch vor dem Frühstück!

Im Weißlicht war aufgrund der oben genannten Bedingungen das Beobachten sehr schwierig und erst nach längerer Zeit stand fest, dass der »Kleinkram« von gestern entweder nicht mehr vorhanden war oder ich ihn mit meinem kleinen Fernrohr nicht auflösen konnte. Daher sah ich heute nur die AR 12650 als J1, dazu ein Fackelfeld am Ostrand.

Einen Tick besser war es im H-alpha-Licht, wo das schlechte Seeing heute nicht ganz so durchschlug wie gestern. Am Rand fand ich 6 kleine Protuberanzen, die zwar sehr unterschiedliche Formen aufwiesen, aber dennoch nur winzige Ausmaße besaßen. Auf der Oberfläche fiel mir sofort das relativ große, zweigeteilte Flaregebiet rund um die AR 12650 auf. Demnach hätte die Gruppe im Weißlicht eigentlich sehr viel größer sein müssen. Dass es dort dennoch nur einen winzigen Fleck gab, lag an dem lokal nur schwach ausgeprägtem Magnetfeld. Darüber hinaus gab es hier noch 5 Filamente, darunter eine längere Kette in der Nähe des solaren Südpols.

Insgesamt betrachtet war die Aktivität, wie schon in den letzten Tagen, ausgesprochen ruhig.

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