Samstag, 15. April 2017

Sonne am 15.4.2017

Sturmgepeitscht stand das Fernrohr auf der Fensterbank, trotzte Wind und Regen und schaute beharrlich auf die Sonne …

So ungefähr könnte man die heutige Beobachtungssituation beschreiben, die ich nach ergiebigen Regengüssen am Vormittag um die Mittagszeit herum antraf. Dabei war das Seeing in der relativ großen Wolkenlücke relativ gut, verglichen mit den Tagen vorher.

Im Weißlicht war allerdings kein Fleck mehr zu sehen, die AR 12650 hatte sich aufgelöst und die Sonne war wieder fleckenfrei. Lediglich am Ostrand war ein kleines Fackelgebiet zu sehen. Zwischendurch wallte der Sonnenrand mal heftig, aber da gab sich meist nach kurzen Augenblicken.

Im H-alpha-Licht war das teilweise sehr sprunghafte Seeing auch zu bemerken und die Sichtbedingungen schwankten zwischen sehr guter und vollkommen indiskutabler Sicht hin und her – weitaus stärker als zuvor im Weißlicht. Am Ostrand beobachtete ich gleich ein kleines Konglomerat an Protuberanzen, die zwar klein an Gestalt waren, aber dicht beieinander standen. Darunter auch ein etwas größerer Bogen, sowie einige kleinere Spitzen und ein umgedrehtes Ypsilon, insgesamt 6 Exemplare. Weitaus ruhiger war die Oberfläche, wo ich an der Position der ehemaligen AR 12650 wieder zwei Flaregebiete sah. In der Nähe befand sich auch ein kleines Filament, die beiden restlichen standen in der Nähe der solaren Südpolregion und die kleine Filamentkette war auch noch vorhanden. Ansonsten war die Sonne aber auch im H-alpha weitgehend erscheinungsfrei.

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