Sonntag, 16. April 2017

Sonne am 16.4.2017

Die morgendliche Beobachtung war wieder mal eine ganz knappe Kiste, und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Überraschenderweise zeigte sich zu der Zeit, als ich auf dem Dachboden beobachten konnte, eine vergleichsweise große Wolkenlücke, durch die die Sonne bereits schien. Nach dem Aufwachen sprang ich also aus dem Bett, nahm meine bereit stehenden Sachen und konnte auch gleich mit der Beobachtung beginnen. 

Leider kam von der großen Wolkenlücke nur ein kleiner Teil an der Position der Sonne an, sodass ich größtenteils durch dünne Schleierbewölkung und dünne Baumäste durchschauen musste. Einen Augenblick später kam noch eine kleine Lücke hinterher, die aber ebenfalls weitgehend an der Sonne vorbeiging und ich wieder nur einen winzigen Teil nutzen konnte. Das Seeing war entsprechend schlecht, der Rand leicht wallend und die Oberfläche leicht zappelig mit kurzen Momenten der Besserung.

Gegenüber gestern hatte sich die Aktivität unseres Tagesgestirn praktisch nicht verändert; im Weißlicht war die Sonne weiter fleckenfrei.

Im H-alpha-Licht zeigten sich noch weniger Erscheinungen, was nicht nur am schlechten Seeing lag. Ich konnte nur noch 5 kleine Protuberanzen – eine am West- und vier am Ostrand – zählen, zwei Flaregebiete rund um die Position der ex-AR 12650 sowie zwei Filamente: eine Kette und einen Stummel nahe der Flaregebiete. Gleich danach zog der Himmel wieder zu und beendete die Beobachtung.



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