Dienstag, 18. April 2017

Sonne am 18.4.2017

Nach den letzten, doch ziemlich erfolgreichen, Beobachtungstagen, wo ich morgens vom Dachboden aus beobachten konnte, setzte ich alle Hoffnungen auf den Feierabend, zumal ich tagsüber im Büro in der Sonne gesessen hatte. Spätestens ab mittags schlossen sich die immer weniger werdenden Wolkenlücken und es sah danach aus, als ob ich gleich wieder den nächsten Ausfalltag bekommen würde. Nach Feierabend gab es zwar durchaus wolkenfreie Gebiete am Himmel, doch die zogen alle an der Sonne vorbei.

In einer ersten Wolkenlücke war allerdings so gut wie nichts zu sehen, der Sonnenrand war heftig in Bewegung und auf der Oberfläche war praktisch nichts zu sehen, das Seeing lag zwischen 4 und 5. Die Beobachtung wäre also völlig unbrauchbar gewesen. Erst drei (!) Stunden später riss die Bewölkung im Nordwesten auf. Die Sonne war inzwischen deutlich tiefer gesunken und so konnte ich bei nun wieder ganz guten Seeing (Ruhe und Schärfe 3) beobachten.

Im Weißlicht war am Ostrand die neue AR 12651 als D2 aufgetaucht und stnd in einem auffälligen Fackelfeld. Nördlich davon gab es ein zweites, worin sich aber kein wahrnehmbarer Fleck befand. Bei der neuen Gruppe könnte es sich um die alte AR 12544 handeln, genaueres wird man aber erst feststellen können, wenn die ersten Positionsmessungen vorliegen.

Jetzt war auch eine Beobachtung im H-alpha-Licht möglich. Am Ostrand erkannte ich nur zwei Protuberanzen, einen kleinen Bogen und eine Spitze. Beide positioniert an den Stellen, in denen im Weißlicht die beiden Fackelfelder und die neue AR 12651 zu sehen waren. Hier befanden sich auch zwei der insgesamt 10 Filamente, die wild verstreut über der Sonnenoberfläche zu sehen waren. Dabei hatte sich die Filamentkette am Südpol abermals verkürzt, war aber nach wie vor sichtbar.

Am Ende eines nicht nur in wettertechnischer Hinsicht durchaus chaotischen Tages stand dann noch eine Sonnenbeobachtung, die ebenfalls einen ziemlich bizarren Hintergrund hatte.

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