Mittwoch, 19. April 2017

Sonne am 19.4.2017

Der Tag begann durchaus sonnig und so sah es auch beim Feierabend aus. Dann jedoch ein klassischer Murph: sobald ich das Fernrohr aufbauen wollte, kamen Wolken an und schloss die relativ große Wolkenlücke. Es dauerte über eine Stunde, bis die nun mit einem Mal träge dahinziehenden Wolken den Blick auf die Sonne freigaben. Diese reichte aber nicht aus, um die Sonne wirklich vollständig zu beobachten. Es dauerte eine weitere Stunde und dann nochmals fast eine, bis ich alle Daten zusammen hatte. Das Seeing war dabei erstaunlich gut.

Im Weißlicht war die AR 12651 nun anscheinend vollständig um den Ostrand herum rotiert, denn es konnten hinter der Gruppe erstmal keine weiteren Flecken erkannt werden, sodass ich die Gruppe als D4 mit drei Penumbren klassifizierte und kein Fleck befand sich außerhalb der Hofgebiete. Das sie umgebende Fackelfeld war immer noch zu sehen und das nördlicher davon auch, das aber immer noch keinen Fleck enthielt.

Im H-alpha-Licht war die meiste Aktivität im Bereich der AR 12651 zu finden. Hier zeigten sich 3 der insgesamt 7 Protuberanzen, die zudem respektable Ausmaße hatten. Hier waren auch die drei einzigen Flaregebiete auf der ganzen Sonne zu finden. Dazu kamen noch 9 regellos verteilte Filamente, während große Teile der Sonnenoberfläche erscheinungsfrei waren.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen