Sonntag, 23. April 2017

Sonne am 23.4.2017

Der Morgen nach der »Langen Nacht der Museen« begann mit einem dicken Murph: bis kurz vor der Zeit, genauer gesagt: 5 Minuten (!!!), wo ich auf dem Dachboden hätte beobachten können, zog der bis dahin klare Himmel zu und es schüttete wie aus Eimern. Die nächste größere Wolkenlücke kam erst 4 Stunden später, als die Sonne exakt über der Häuserkante stand und ich mit meinem Teleskop nicht rankam. Es musste nochmals eine Stunde vergehen, bis ich endlich das Fernrohr auf die Sonne ausrichten konnte und feststellen musste, dass das Seeing eine einzige Katastrophe war: Sonnenrand in ständiger Bewegung und auf der Oberfläche nichts zu sehen. Erst allmählich – das Ende der Wolkenlücke war schon zu sehen – wurden die Sichtbedingungen etwas besser.

Im Weißlicht war die Ar 12651 auf der Nordhalbkugel weiterhin zu sehen und zwar als D4 mit jeweils zwei Flecken in den und außerhalb der Penumbren. Dahinter stand eine nur in den Augenblicken ruhiger Luft sichtbare A1. Im Sünden war die AR 12653 als H2 zu sehen, wobei nur schwer zu entscheiden war, ob es sich hier um zwei dicht beieinander stehende Penumbren mit Fleck handelte, oder ob das Hofgebiet beide Flecken umfasste. Imposant war das dahinter stehende Fackelfeld, in dem es so aussah, als ob da ein weiterer Fleck drinsteckte, den ich aber nicht sicher sehen konnte und daher nicht mitzählte.

Im H-alpha-Licht – hierfür hatte ich wegen des Endes der Wolkenlücke nur wenig Zeit – fand ich 5 kleine Protuberanzen, auf der Oberfläche 4 zum Teil sehr große Flaregebiete und 4 Filamente, wobei das größte im Nordosten als dicker »Flatschen« zu sehen war. Kurz nach Ende der Schnellauszählung zog der Himmel wieder zu und es begann wieder zu regnen und zu stürmen ...

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