Sonntag, 2. April 2017

Sonne am 2.4.2017

Aufgrund der Rückfahrt vom Urlaubsort gab es gestern für mich den nächsten Ausfalltag, dafür ärgerte ich mich heute erstmal über meinen Standort. Im Urlaub konnte ich vor das Haus gehen und zu Hause musste ich erst einmal wegen der hohen Bäume warten, bis ich mit dem Beobachten beginnen konnte und das trotz blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein. Dabei hatte sich binnen zweier Tage viel verändert, der Aktivitätsschub war wider Erwarten nicht in sich zusammengefallen, im Gegenteil, er hatte noch zugelegt. Das Seeing war allerdings deutlich schlechter als am Urlaubsort!

Im Weißlicht dominerten weiterhin die beiden Aktiven Regionen der letzten Tage das Geschehen. Die AR 12644 war aufgrund der Sonnenrotation deutlich nach Westen gerückt und hatte nun wieder Flecken und Penumbren zwischen dem voranschreitenden und dem nachfolgenden Fleckenteil. Auch schien sie mir länger geworden zu sein, weshalb ich sie als E14 klassifizierte, auch unter Berücksichtigung der bereits beginnenden Verzerrung am Sonnenrand.

Die größte Entwicklung hat die über die Südhalbkugel laufende AR 12645 durchgemacht, sie hatte an Ausdehnung zugelegt und an Komplexität gewonnen, weswegen ich sie als F19 klassifizierte. Ganz dicht am Ostrand war noch eine A1 in einem Fackelfeld zu finden: die neue AR 12648. Im Norden stand dann noch die AR 12647, die ich aber mit meinem kleinen Fernrohr nicht erkennen konnte. Immerhin gelang es mir noch mit dem Objektivsonnenfilter zwei Flecken mit bloßem Auge zu sehen, wenn auch nur ganz knapp an der Wahrnehmungsgrenze.

Im H-alpha-Licht war das Geschehen schon ein wenig seltsam. Zwar war heute Morgen – wegen meiner Bäume verpasste ich den Helligkeitsanstieg – ein heller Flare in der randnahen AR 12644 zu sehen und auch in der 12645 war eine deutliche Aufhellung zu sehen, doch abgesehen von einen schwachen Flaregebiet rund um die AR 12648 war die Sonne nahezu erscheinungsfrei, nur ein schwaches Filament im Norden und eines im Flaregebiet der AR 12645 war noch zu sehen. Am Rand erkannte ich dann noch 8 Protuberanzen, die meisten davon am Westrand und nur eine im Osten, wobei wieder alle möglichen Formvariationen auftraten: Rampen, Büschel, Spitzkegel und nach außen greifende Bögen.

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