Dienstag, 25. April 2017

Sonne am 25.4.2017

Heute zog Murphy -  nach dem nächsten Ausfalltag - mal wieder alle Register: erst zog es schlagartig zu, als ich zu Hause ankam, dann hing die einzig verfügbare Wolkenschicht direkt vor der Sonne, als nächstes drehte sich wieder mal der Okularauszug und warf das Okular heraus – ich konnte es gerade noch auffangen, bevor es aus dem Fenster viel – und dann war bei allem Überfluss das Seeing zeitweise eine mittelschwere Katastrophe. Zwischen den wenigen wolkenfreien Augenblicken, die sich mir boten, waren der Sonnenrand und die Oberfläche so am Wabern, dass ich schon wieder abbauen wollte.

Als nächstes – das Teleskop stand auf der Fensterbank - wehte der Wind so in das Zimmer hinein, dass ein Gefäß herunterfiel und seinen gesamten Inhalt – frisches Wasser – über den Boden ergoss. Darüber verging dann eine weitere Wolkenlücke und ich musste fast 20 Minuten auf die nächste warten. Vom Aufstellen des Teleskops bis zum Ersten durchschauen verging eine gute halbe Stunde … und dann war das Sonnenbild nur mäßig gut.

Im Weißlicht fand ich zunächst nur 2 Fleckengruppen, die AR 12651 als D2 und die AR 12653 als H2. Die AR 12652 war zunächst nicht zu finden und tauchte erst Minuten später aus dem allgemeinen Gewaber auf. Ich klassifizierte sie als A1, mehr konnte ich da nicht sehen und auch keine Fackelfelder entdecken.

Mutig setzte ich noch mein PST ein. Mit dem gleichen Effekt: ich verscheuchte damit die Wolkenlücken und es dauerte abermals eine gute Viertelstunde, bis ich mich bei miesem Seeing regelrecht durchkämpfen musste. Am Rand zählte ich 6 Protuberanzen, darunter zwei, fast gegenüber stehende, schwebende Bögen und auf der Oberfläche 3 Flaregebiete und 5 kleine Filamente. Kaum damit fertig, kam die nächste Wolke an. Mittlerweile, wo dieser Blogbeitrag entstand, wurden die Wolkenlücken größer, doch nahm gleichzeitig der Wind an Heftigkeit zu, sodass ich auf einen weiteren Beobachtungsversuch verzichtete ...

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