Sonntag, 30. April 2017

Sonne am 30.4.2017

Es ist einige Zeit her, seit ich das letzte Mal an einem wolkenfreien Morgen gleich nach dem Aufstehen die Sonne beobachten konnte. Meist saß ich auf der Arbeit und durfte mich nachmittags mit Wolken und nur wenigen Lücken darin abquälen. Dafür war das Seeing heute schlechter als gestern ...

Im Weißlicht war die Aktivität weiter sehr statisch und allein durch die Sonnenrotation bestimmt: Die AR 12651 stand direkt am westlichen Sonnenrand in einem auffällig hellen Fackelfeld und war bereits halb um den Rand rotiert, während die AR 12653 weiter eine kleine J1 war. Die AR 12654 war als A1 sehr schwer zu finden und mir gelang es auch nur durch Zufall, als ich in der fraglichen Gegend nachschaute. Mit etwas weniger Konzentration oder noch schlechterem Seeing hätte ich sie wahrscheinlich übersehen und es ist fraglich, ob sie die kommenden Tage überstehen wird.

Im H-alpha-Licht hingegen störte das Seeing fast gar nicht, es gab aber auch weniger zu sehen. Am Sonnenrand standen 7 Protuberanzen und nur eine im Nordosten war größer, aber deutlich schwächer wahrzunehmen als gestern. Fast gegenüber am Westrand, nördlich der Position der AR 12651 leuchtete eine kleine Protube hell auf, der Rest lugte nur knapp über den Sonnenrand hinaus. Die Oberfläche wirkte auch fast leer, obwohl ich hier 3 schwache Flaregebiete und 7 Filamente vorfand. Nur eine im Westen war wirklich auf den ersten Blick zu finden, der Rest nur klein, punkt- oder stummelförmig. Der Rest der Sonnenoberfläche war auch im H-alpha-Licht erscheinungsfrei. 

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