Montag, 3. April 2017

Sonne am 3.4.2017

An meinem letzten Urlaubstag zeigten sich am Vormittag teilweise durchaus längere Wolkenlücken, sodass ich das aktuelle Geschehen weiterverfolgen konnte und das Seeing war auch ganz ordentlich.

Im Weißlicht war die AR 12644 aufgrund der Sonnenrotation weiter gen Westen gezogen und stand genau am westlichen Sonnenrand in einem größeren Fackelfeld. Ich klassifizierte sie abermals als E-Gruppe, dieses Mal mit 12 Flecken. Gleich dahinter stand eine neue Gruppe: eine D4, noch ohne NOAA-Nummer. Diese beiden Gruppen liefen über die Nordhalbkugel. Im Süden fanden sich die AR 12645 als F24 mit weiter sehr auffälligen Penumbren, von denen ich wieder 2 auch mit Objektivsonnenfilter und bloßem Auge sehen konnte. Zumindest bildete ich mir das ein,d enn letzte Sicherheit kontne ich nicht erlangen.

Am Ostrand war die AR 12648 weiter reingewandert und zeigte sich als D5 mit – genau wie bei der anderen neuen Gruppe – nur schwach entwickelten Penumbren.

Schnell wechselte ich danach ins H-alpha-Licht, wo trotz der beiden M-Flares von gestern die Aktivität insgesamt wieder abgenommen hatte. Die beiden Flares – ein M5.3 und ein M5.7 – erreichten um 8:02 UT und um 20:33 UT jeweils ihre Höhepunkte. Heute zählte ich schon 5 Flaregebiete, doch im Gegenzug gab es nur 5 winzige Protuberanzen und 5 Filamente, die aber kaum Kontrast zur restlichen Oberfläche aufwiesen. Überdies war die Sonne fast frei von ihren üblichen Erscheinungen im H-alpha-Licht. Anscheinend kann die Sonne in dieser Phase des ausgehenden 24. Fleckenzyklus keine größeren und länger existierenden lokalen Magnetfelder mehr bilden. Um so erstaunlicher die beiden Ereignisse der letzten Tage, ganz so, als müsse sich unser Tagesgestirn nun etwas von den Anstrengungen der letzten Tage erholen ...

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