Dienstag, 4. April 2017

Sonne am 4.4.2017

Am ersten Tag nach dem Urlaub eine Sonnenbeobachtung zu bekommen, ist eine feine Sache, zumal die Sonne mittlerweile bei Feierabend so hoch steht, dass der Blick auf sie nicht mehr durch Häuser oder Bäume verstellt wird. Die Außentemperaturen waren angenehm, dafür war das Seeing (Ruhe und Schärfe 4 nach der Kiepenheuer-Skala) grottig.

Im Weißlicht war die AR 12644 vollkommen um den Westrand wegrotiert, nachdem sie sich gestern Nachmittag noch mit einer fulminant aufsteigenden Protuberanz verabschiedet hatte. Übrig geblieben war die ihr nachfolgende AR 12649 als C3, die letzte verbliebene Gruppe auf der Nordhalbkugel. Im Süden war dagegen noch die AR 12645 als F16 zu sehen, allerdings scheint ihre Entwicklung nun langsam zu stagnieren. Ganz im Osten war die AR 12648 als D8 zu finden.

Im H-alpha-Licht beruhigte sich die Aktivität jetzt auch etwas. Am Rand befanden sich 6 zumeist sehr kleine Protuberanzen – zwei Bögen, ein Büschel und drei kleine Spitzkegel – zu finden. Am Fußpunkt der Protuberanz, die an der Position der wegrotierten AR 12644 stand, war eine kleine Aufhellung zu sehen, möglicherweise gehen die Aufsehen erregenden Eruptionen von der Erde aus gesehen »hinter der Sonne« weiter. Im Bereich der AR 12645 und der AR 12648 waren im H-alpha noch helle Flaregebiete zu sehen, insgesamt kam ich auf 4 Exemplare. Wer aufmerksam hinschaute konnte auch noch 6 kleine Filamente finden. Es ergab sich heute ein ganz komisches Bild: die Aktivitäten beschränkten sich auf den Ost- und den Westrand, während das Gebiet rund um den Zentralmeridian vollkommen erscheinungsfrei war.

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