Mittwoch, 5. April 2017

Sonne am 5.4.2017

Zunehmende Winde und ein miserables Seeing bestimmten heute meine Beobachtung: der Rand war durchweg zackig und die Oberfläche blubberte munter vor sich hin. Selbst im H-alpha-Licht war es daher keine leichte Beobachtung. Überdies war die Wolkensituation wieder sehr nervig und ständig durch das Gesichtsfeld ziehende Wolkenfetzen störten die Beobachtung zusätzlich.

Im Weißlicht konnte ich – auch aufgrund des schlechten Seeings, das nur ab und zu kurze Blicke auf eine »klarere« Sonnenoberfläche zuließ – nur noch zwei Fleckengruppen sehen: die AR 12645 als F18 nahe dem Westrand auf der Südhalbkugel und weiter östlich davon die AR AR 12648. Der Norden war heute fleckenfrei und die AR 12649 nicht mehr zu sehen, was aber auch am Seeing liegen konnte.

Im H-alpha-Licht waren die schlechten Bedingungen im Form eines auch hier stark zitternden Randes und einer Oberfläche zu sehen, die anscheinend ständig von durchlaufenden Wellen heimgesucht wurde. Dabei war die Aktivität auch hier zurückgegangen: nur 6 kleine Protuberanzen am Rand und 6 Filamente und 2 Flaregebiete auf der Oberfläche waren zu zählen. Durch die Sonnenrotation hatten sich die Aktivitätsgebiete nach Westen verschoben. Sodass nun weite Bereiche westlich des Sonnenmeridians erscheinungsfrei waren. Am interessantesten war noch ein Filament im Nordwesten, das nun über den Rand tritt und dort als Protuberanz sichtbar wurde. Anscheinend stehen uns nach dem Verschwinden der AR 12645 am Westrand wieder ruhigere Tage auf der Sonne bevor!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen