Montag, 1. Mai 2017

Sonne am 1.5.2017

Der Tag begann zwar sonnig, aber mit einem weitgehend cirrigen Himmel und einem so schlechten Seeing, wie ich es lange nicht mehr erlebt habe. Die angekündigte Wetteränderung machte sich bereits bemerkbar: im Weißlicht war der Himmelshintergrund weißlich, im H-alpha-Licht hellrot … Der Rand war ständig heftiger Bewegung ausgesetzt und beinahe ständig gezackt und die Oberfläche blubberte munter vor sich hin, daher schätzte ich die Beobachtungbedingungen nach der fünfstufigen Kiepenheuer-Skala auf jeweils 4 für Ruhe und Schärfe ein.

Im Weißlicht hatte sich einiges verändert. So war die AR 12654 nicht mehr zu sehen und die AR 12651 um den Westrand wegrotiert. Übrig blieb nur die AR 12653, die nach wie vor eine kleine J1 war, bei dem üblen Seeing aber zwischendurch immer wieder mal im allgemeinen Seeinggeblubber »abtauchte«.

Im H-alpha-Licht hingegen störten die miserablen Bedingungen – wie schon oft beobachtet – fast gar nicht. Sie waren lediglich am leicht gezackten Rand und den schnellen Bewegungen dort zu erkennen. 6 Protuberanzen waren dort zu finden und an der Position der alten AR 12651 leuchtete eine hell auf, womöglich war hier ein Flare aktiv. Ausgestossene Sonnenmaterie war aber nicht zu sehen. Neben drei Flaregebieten – eines im Osten leuchtete gerade hell auf – zählte ich 9 Filamente, die sich wie eine lange Kette von Südost nach Nordwest dahinzog und die unterschiedlichsten Formen aufwiesen. Bis auf das helle Flaregebiet war außerhalb des von den Filamenten überdeckten Bereichs die Sonne in diesem Wellenlängenbereich völlig erscheinungsfrei.

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