Sonntag, 4. Juni 2017

Sonne am 4.6.2017

Wieder zeigte sich die Sonne – nach anhaltenden und ergiebigen Regengüssen - erst am Nachmittag die Sonne und unterlag dabei einem ziemlich schlechten Seeing. Der Sonnenrand wallte und die Oberfläche blubberte vor sich hin. Außerdem trafen sich exakt vor der Sonne zwei unterschiedlich hohe Wolkenformationen, die aus unterschiedlichen Richtungen kamen, was das Beobachten nicht gerade einfach machte.

Hinter der weiter nach Westen gewanderten AR 12661 hatte sich im Fackelfeld keine für mein Fernrohr sichtbare Fleckengruppe gebildet. Auf SDO-Aufnahmen ist hier aber durchaus etwas zu sehen. Ob die AR 12661 die nächsten Tage überleben wird, ist fraglich, denn im voranschreitenden Teil war nur noch eine rudimentäre Penumbra zu sehen, anscheinend löst sie sich hier gerade wieder auf. Ich zählte hier 15 Einzelflecken und stufte sie als D-Gruppe nach der Waldmeier-Klassifikation ein.

Im H-alpha-Licht war die Aktivität nicht weiter angestiegen. Im Süden war die Oberfläche weiter erscheinungsfrei, im Norden befanden sich 4 Flaregebiete und nur noch zwei unscheinbare Filamente, während ich am Sonnenrand 7 Protuberanzenherde sehen konnte. Die meisten übrigens im Osten, genau »hinter« der AR 12661. Hier ist in den kommenden Tagen möglicherweise mit »neuer« Aktivität zu rechnen. Warten wir es ab ...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen