Montag, 5. Juni 2017

Sonne am 5.6.2017

Nach dem Aufwachen ging es erst einmal auf den Dachboden zur Sonnenbeobachtung. Der Himmel war leider zweigeteilt, wie ich feststellen musste: im Westen blau und im Osten versypht und genau da stand natürlich die Sonne. Folge: Im Refraktor war der Hintergrund weiß-gräulich, im PST hellorange. In beiden Teleskopen war es sehr schwierig, überhaupt etwas zu erkennen, dafür war das Seeing überraschend gut ...

Wie schon vorgestern vorhergesagt, zeigten sich bei der AR 12661 deutliche Auflösungstendenzen im p-Teil der Gruppe, denn hier war heute keine Penumbra mehr zu sehen. Daher klassifizierte ich sie als C10. Aktuelle SDO-Aufnahmen zeigten allerdings auch hinter der Gruppe nichts mehr. Die kleinen Flecken von gestern waren uf den Bildern nicht mehr zu sehen.

Im H-Alpha-Licht war die Aktivität weiter zurück gegangen. Am Rand erkannte ich trotz der widrigen Bedingungen 5 Protuberanzenherde – 4 am Ost- und einen am Westrand -, darunter ein schöner, in sich zerfasert wirkender Bogen. Auf der Oberfläche fand ich zwar 4 Flaregebiete, aber kein einziges Filament! Allerdings war der Süden nicht mehr ganz erscheinungsfrei, denn tief im Südosten steht eine Protuberanz, die gerade in ein Filament übergeht und dabei leicht dreidimensional wirkt. Der »Rest« der Sonne war ziemlich leer und aufgrund des Syphs konnte ich nicht mal das chromosphärische Netzwerk – erkennbar an feingliedrigen, über die gesamte Sonne verteilte Strukturen - ausmachen. Der kleine Aktivitätsschub scheint schneller vorbei zu sein, als ich erwartet hatte ...

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