Sonntag, 9. Juli 2017

Sonne am 9.7.2017

Der Tag begann sehr sonnig uns so war es auch zu dem Zeitpunkt, als die Sonne hinter der Spitze des im Innenhof stehenden Baumes so langsam rauswanderte. Das Seeing war erstaunlich gut und Hauptaugenmerk war natürlich die AR 12665.

Im Weißlicht konnte ich die Gruppe bei sehr ruhiger Luft sehr detailreich sehen: eine leicht zerfaserte Penumbra im p-Teil, mindestens 2 Lichtbrücken und viele kleine Flecken auf der anderen Seite, dem f-Teil. Dazwischen zählte ich 25 Flecken, die sich auf 4 Penumbren verteilte. Erst sehr viel später, genauer kurz vor 14 Uhr, konnte ich bei dann wieder katastrophal schlechtem Seeing (Ruhe und Schärfe 4 nach der Kiepenheuer-Skala) nahe der Sonnenscheibenmitte verschwommen noch eine kleine B-Gruppe mit 5 Flecken erkennen.

Im Hα-Licht fielen auch heute die Protuberanzen am Ostrand sofort ins Auge. Ein dicker Büschel und eine schwer zu definierende Struktur waren die beiden größten Exemplare und letztere hat sich im Laufe des Vormittags – was ich »dank« meiner Bäume nicht selber verfolgen konnte – fast aufgelöst, sodass der Büschel am Mittag als größtes Teil übrig blieb. Der Rest der Protuberanzen war eher klein und unscheinbar. Beim Zählen kam ich aber auf 8 Stück. Auf der Oberfläche gab es außer dem einen Flaregebiet rund um die AR 12655 und 3 kleinen und kaum wahrnehmbaren Filamenten nicht viel zu sehen. Das dürfte sich bald ändern, wenn die Protuberanzen am Ostrand langsam mit der Sonnenrotation zur Sonnenscheibenmitte wandern.

Die AR 12665 zeigt in seiner unmittelbaren Nachbarschaft nicht nur ein helles Flaregebiet, dieses ist auch noch aktiv: neben zwei c-Flares gab es heute morgen um 3:09 UT einen M1.3-Flare. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

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