Samstag, 5. August 2017

Sonne am 5.8.2017

Ganz allmählich komme ich jetzt wieder in die Phase, wo die Sonnenbeobachtung an meinem üblichen Standort problematisch wird. Durch die höher gewachsenen Bäume kann ich vor 8:10 Uhr jetzt nicht mehr beobachten – früher war das mal kurz nach 6 Uhr möglich – und wenn man denn noch vom Wetter im Stich gelassen wird, ist der Frust doppelt. Voller Freude baute ich also mein Teleskop auf dem Dachboden auf, da aus Richtung Westen ein großes Wolkenloch heranzog. Doch es kam, wie es nach Murphy wohl kommen musste: es zog exakt an der Sonne vorbei und ich konnte es nicht nutzen. Nur ab und zu konnte ich durch eine dünnere Wolkenschicht hindurchsehen. Mehr war nicht möglich, denn jetzt ist der Himmel wieder völlig dicht …

Im Weißlicht ist die AR 12670 auch heute Morgen die einzig wahrnehmbare Fleckengruppe, die sehr statisch ist und sich seit ihrem Erscheinen am 2. August praktisch nicht verändert hat. Fackelfelder gab es anscheinend auch keine, zumindest konnte ich sie durch die dünnen Wolken nicht erkennen.

Im Hα-Licht machte die Beobachtung keinen Spaß. Die Sonne wirkte hier sehr blass, es waren kaum Einzelheiten zu erkennen. Am Rand erkannte ich mit Mühe 6 Protuberanzen, auf der Oberfläche 1 großes Flaregebiet bei der AR 12670 und 8 Filamente. Nur eines davon – ein kleiner Bogen über der Fleckengruppe – war nicht punkt- oder flatschenförmig. Am Westrand stand eine kleine Filamentkette.

Alles in allem eine Beobachtung, die nur der Gewinnung von Zahlen, aber nicht dem persönlichen Genuss diente.

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