Mittwoch, 10. Januar 2018

Sonne am 10.1.2018

Gegen Mittag klarte es ein wenig auf, obwohl für heute erst gar keine Sonne angesagt war. Dafür war es gestern am vermeintlich sonnigen Tag hochnebelartig bewölkt. Der Himmel blieb aber syphig und einen richtig blauen Himmel gab es nicht. Relativ schnell schloss sich die Lücke dann auch wieder und es herrschte wieder der für Norddeutschland typische graue Himmel. Das Seeing war heute dennoch ganz annehmbar, der Rand vergleichsweise ruhig, die Oberfläche hingegen blieb milchig-trüb, mit einigen, nur wenige Minuten andauernden, besseren Phasen.

Die neue Fleckengruppe hatte inzwischen die Nr. 12694 erhalten und war gerade mal so eben zwischen Syph und durchziehenden Wolken zu erkennen. Sie stand sehr weit südlich, sodass sie wohl zum neuen, 25. Fleckenzyklus, rechnen darf. Das passt auch gut, denn erste Flecken eines neuen Zyklus treten stets um die 2 bis 3 Jahre vor dem Minimum auf. Überdies weist die Gruppe nach aktuellen Magnetogrammen eine gegensätzliche magnetische Polarität auf der Südhalbkugel auf. Etwas nordwestlich davon befand sich ein weiterer, kleiner A-Fleck, den ich anfangs überhaupt nicht finden konnte. Er ging mir dann aber während einer kurzen Phase besserer Sicht doch noch ins Netz. Fackelfelder waren nicht zu sehen.

Ich wechselte kurz zum PST, hatte aber zunächst nur wenig Hoffnung, dass man bei den herrschenden Bedingungen überhaupt etwa sehen konnte. Daher war ich einigermaßen überrascht, dass in einem kurzen Moment doch viel Detail zu sehen war. Im Hα-Licht zeigte sich dennoch nur wenig Aktivität: 4 schwache Protuberanzen am Rand, 2 kaum auffällige Filamente und nur ein punktförmiges Flaregebiet an der Position der AR 12694. Weite Teile der Chromosphäre waren vollkommen erscheinungsfrei. Die Vorboten des Minimums lassen grüßen.

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